Mit Tapete gestalten – Tipps von den Profis

Räume mit Tapeten vollkommen verwandeln

Damit jeder Kunde an die für ihn individuell richtige Tapete kommt, braucht es ausgezeichnet geschulte Verkäufer im Fachhandel. Daher bietet A.S.Création seinen Händlern immer wieder spannende Seminare mit Verkaufs- und Einrichtungsexperten. Im Haus von A.S.Création fand ein Seminar der Einrichtungs- und Tapetenexperten  Bernhard und Natalija Zimmermann statt. Klar wurde dabei vor allem eines: Tapeten im Allgemeinen und die von A.S.Création im Besonderen sind absolut in. Als gestalterisches Stilmittel bieten sie nahezu endlose Möglichkeiten, einen Raum in Szene zu setzen. Und: Von den Tricks der Profis können nicht nur die Verkäufer, sondern auch die Endverbraucher lernen. Bloggerin Melanie hat Mäuschen gespielt und die wichtigsten Tipps gesammelt.

Inspiration finden – mit Designer Tapete in Showrooms, Restaurants oder Hotels

ESPRIT9 – Buenos Aires

Die Zeitschrift Elle Decoration sprach schon 2002 vom nahenden Tapetenboom, nun ist er natürlich längst da. Die Tapete hat ihr Mauerblümchen-dasein beendet. Kein Wunder, stellt Tapete doch immer Wandel dar, was sich sogar in der deutschen Sprache niederschlägt – Stichwort „Tapetenwechsel“. Wie Bernhard Zimmermann in seinem Seminar zeigte, finden sich Tapeten, und vor allem natürlich Designer Tapeten, mittlerweile überall. In Modekampagnen und Videoclips, in TV-Formaten wie Soaps und Castingshows, aber auch in Showrooms und Schaufenstern, in Designhotels und in der Gastronomie. Was läge da näher, als sich von schicken Hotels, hippen Videoclips oder den Kampagnen großer Modehäuser, die auch immer wieder gerne Designer Tapete als edlen Hintergrund wählen, für die eigenen vier Wände inspirieren zu lassen?

Gewohnte Sehmuster geschickt durchbrechen mit Designer Tapete, Barock Tapete und Co

Contzen Colour Courage

Wer kreativ mit Tapete gestalten möchte, dem schadet es nicht, ein paar grundlegende Kenntnisse über die Wirkweise von Farben und Mustern zu besitzen.
In der Gestaltungsmethodik gibt es vier Möglichkeiten, mit Farben umzugehen: Wer monochrom arbeitet, benutzt nur eine Farbe und dazu Schwarz, Weiß und/oder Grau. „Nachbarfarbig“ wird es, wenn zwei Farben kombiniert werden, die im Farbkreis benachbart sein, beispielsweise Orange und Gelb. Wer etwas „Ton in Ton“ dekoriert, der verwendet nur eine Farbe, die allerdings mal heller, mal Dunkler daher kommt – beispielsweise mal hell- und mal dunkelblau.
Die vielleicht kontrastreichste Variante stellt die Gegenfarbigkeit dar, in der zwei Farben kombiniert werden, die einander komplementär gegenüberstehen – wie Rot und Grün.Hilfreich ist es auch, sich klar zu machen, wie sich Farben auf die Wahrnehmung von Flächen auswirken: Ein gelber Raum wirkt geschlossen, ein blauer Raum hingegen wirkt offen. Dunkel lässt eine Wand hervortreten, hat ein Raum hingegen eine helle Front und dunkle Seiten scheint die Wand weiter weg zu sein.

SCHÖNER WOHNEN 3

Auch Streifen haben starke Wirkungen, die einige sicher von der Kleidung kennen: Längsstreifen machen für gewöhnlich höher und schlanker, Querstreifen machen breiter. Auch der Decke kommt in der Gesamtwirkung eines Raumes große Bedeutung zu.

XXLwallpaper 2 – Deckenmotiv

So drückt eine dunkle Decke visuell nach unten und der Raum wirkt niedriger, während eine helle Decke den Raum höher erscheinen lässt.Viele dieser Regeln sind für all jene, die sich ein wenig mit Gestaltung auskennen, nicht ganz neu.

 

Spannend wird es, als die Dozenten im Seminar ihre persönlichen Tricks für interessante Gestaltung geben. „Gute Gestaltung fängt da an, wo ich gewohnte Sichtbilder durchbreche“, so Bernhard Zimmermann. Daher empfiehlt sich für ihn azyklisches Arbeiten. Das heißt beispielsweise: einen kleinen Raum nicht partout größer machen wollen, sondern ihn spannend machen, Momente gegen die klassischen Regeln setzen. Mit großen Mustern in einem kleinen Raum arbeiten. Ein extra großes Möbelstück in den kleinen Raum stellen usw.

 

Mit Designer Tapeten, Barock Tapeten und Co die Regeln der Gestaltung mal befolgen, mal brechen

La Romantica

Ganz gleich, ob man sich mit Designer Tapete wohl fühlt, ob man Barock Tapete oder Tapete mit natürlichen Motiven oder auch Unis bevorzugt – wer einige Kniffe kennt, kann jeden Raum mit Tapete spannend machen. Die Gestaltungsprofis raten beispielsweise, auch mal nur eine Wand statt den ganzen Raum zu tapezieren, bei dieser Wand aber bewusst über die Ecke hinaus noch ein Stück auf die angrenzende Wand zu tapezieren. Ein weiterer, ungewöhnlicher Tipp ist der, die Tapete auf der Decke weiterzuführen. Auch durch die Wechselwirkung zwischen Möbeln und Tapete können spannende Effekte geschaffen werden, beispielsweise wenn coole, grafische Designer Tapete auf klassische Barockmöbel trifft.

Tapete clever auswählen – Tipps vom Profi

Tapetenshop – Simulationswand

Ebenso, wie sich Verkäufer Gedanken machen sollten, was einem speziellen Kunden gefallen könnte, so sollten sich auch die Kunden vor dem Gang ins Geschäft überlegen, was sie mögen – und was so gar nicht. So macht man es sich leichter, weil man die Vielfalt schon ein wenig einschränkt und Überforderung durch Überangebot vermeidet. Natürlich hilft vor allem das Stöbern auf Tapetenshop.de, die perfekte Tapete zu finden. Schließlich ist der Shop in die typischen Bereiche Klassisch, Jung, Natürlich und Design unterteilt, die sehr unterschiedliche Geschmäcker ansprechen.
Nach Meinung der Tapetenprofis ist kein Gestaltungselement so leicht auszusuchen wie Tapete. „Denn wo gibt es sonst so tolle Raumbilder mit allen möglichen Effekten, die mir so wunderbar weiterhelfen?“, meint Bernhard Zimmermann. Tatsächlich lassen sich im Tapetenshop die Tapeten nicht nur als virtuelles Muster, sondern auch an verschiedenen Wänden und in unterschiedlichen Lichtstimmungen betrachten. Ein echtes Plus, von dem man Gebrauch machen sollte.

Tapetentrends – ob Designer Tapete oder Blümchentapete, die Indiviualität macht’s!

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Das Spannungsfeld, in dem sich Tapete hierzulande bewegt – es gibt entweder Tapetenliebhaber oder Tapetenhasser – ist ein spezifisch deutsches Phänomen, so Bernhard Zimmermann. Umso schöner ist es doch, dass die Tapetenliebhaber, deren Zahl weiter wächst, so eine große Auswahl zur Verfügung haben. Als Trends sehen die Zimmermanns momentan beispielsweise textile Strukturen, die wir von der Bekleidung kennen, und die uns so gleichzeitig gewohnt und neu vorkommen. Auch einfach mal quer zu tapezieren und beispielsweise eine Tapete mit Streifen quer über die Wände zu führen, liegt absolut im Trend.
Der größte Trend ist jedoch Individualismus. Und so muss am Ende jeder selbst die Tapete wählen, die ihm am Besten gefällt. Dank leicht zu tapezierender und ebenso leicht wieder zu entfernender Tapeten ist man ja glücklicherweise flexibel.

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