Einfach perfekt tapezieren

So lassen sich Wände schnell und simpel ganz neu einkleiden

Wer seinen eigenen vier Wänden ein Make-over verpassen möchte, der greift für gewöhnlich zu neuer Tapete. Es hat schon seine Gründe, dass wir, wenn wir uns nach frischem Wind in unserem Leben sehnen, sagen, dass wir einen „Tapetenwechsel“ brauchen. Tatsächlich macht eine brandneue Tapete an den Wänden nicht nur einen optischen, sondern auch einen psychologischen Unterschied. Die Wohnung versprüht ein ganz neues Flair, dem Auge werden ungewohnte Reize geboten, das ganze Leben daheim fühlt sich gleich wieder wesentlich interessanter an. Der Weg zur perfekt angebrachten Tapete ist allerdings für manchen Heimwerker eher steinig. Das muss nicht sein! Es gilt lediglich ein paar einfache Kniffe zu beachten, um den Anfänger zum Tapezier-Profi zu machen.

 

Vliestapeten machen das Leben leichter

Gute Vorbereitung ist alles – auch, wenn es um’s Tapezieren geht. Der erste Schritt besteht in einer genauen Vermessung der Wände. Dabei werden nicht nur Höhe und Breite gemessen, sondern es gilt auch, Deckenschrägen, Türen, Fenster und ähnliche größere Aussparungen in den Wänden zu berücksichtigen. So lässt sich ermitteln, wie viele Rollen Tapete gebraucht werden. Der logistische Mehraufwand ist gering und spart – je nachdem, wie hochwertig die Tapete ist, die man sich anschaffen möchte – einiges an Geld. Idealerweise kauft man jedoch eine Rolle mehr, als man unbedingt bräuchte – nur zur Sicherheit. Denn nichts wäre lästiger, als mitten während der Tapezieraktion zu merken, dass einem das Material ausgeht.

Der nächste Schritt ist die Auswahl der gewünschten Tapete. Dabei sollte nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionalität entscheiden. Vliestapeten sind generell leichter zu verarbeiten und im Gegenzug auch leichter wieder zu entfernen, als Wandbeläge aus anderem Material. Wer sich für eine Vliestapete entscheidet, macht es sich von vornherein um einiges leichter. Wie wäre es beispielsweise mit einer wasserfesten, abwaschbaren Tapete für’s Kinderzimmer? Oder mit einer besonders lichtbeständigen Tapete für die Wände im Zimmer auf der Südseite des Hauses? Ganz neu im Programm im Tapetenshop ist außerdem eine Tapete mit besonders kratzfestem Material. So trägt beispielsweise die Kollektion „Bohemian“ das Prädikat „scheuerfest“. Tapeten sind mit Symbolen ausgestattet, die Hinweise auf ihre besonderen Merkmale geben.

Eine Übersicht der Tapetensymbole finden Sie hier.

 

Gut geplant ist halb gewonnen

Wer clever kauft, macht sich das Leben leichter. Die qualitativ hochwertigen Tapeten von www.tapetenshop.de zu wählen, macht sich nicht nur in puncto Design, sondern auch in Sachen Funktionalität bezahlt. Was die Optik betrifft, ist natürlich erlaubt, was gefällt. Dennoch sollten die wichtigsten Regeln bekannt sein. So empfehlen sich in kleinen Räumen helle Farben, während es in großen auch etwas dunkler zugehen darf und sich auch stärkere Muster anbieten. Längsstreifen geben dem Raum mehr Höhe, während ihn Querstreifen niedriger erscheinen lassen.

Neben den Tapetenrollen und dem Kleister wird auch entsprechendes Werkzeug benötigt:

  • Tapeziertisch
  • Tapeziermesser – alternativ eine scharfe Schere
  • Spachtel
  • Bürste zum Glattstreichen der Tapete
  • Kantenroller
  • Lot
  • Zollstock
  • Wasserwaage
  • Wandpinsel
  • Bleistift
  • Schraubenzieher
  • Klebeband
  • Abdeckfolie
  • Mittel zum Ablösen alter Tapete

Wer alles beisammen hat, kann beginnen, die Wohnung vorzubereiten. Dazu wird alles von den Wänden entfernt, was beim Tapezieren stört, insbesondere  Steckdosenabdeckungen, Lichtschalter und Ähnliches. Anschließend kann damit begonnen werden, den Boden und im Raum verbliebene Möbel abzudecken. Ist das erledigt, geht es endlich an die Wände.

 

Vom Tapeten-Greenhorn zum Kleister-Meister

Zunächst werden die alten Tapeten wie z.B. Rauhfasertapeten entfernt, indem sie mit einer Stechwalze perforiert und mit einem Lösungsmittel bestrichen werden, das hilft, sie nach einer Einweichzeit möglichst in ganzen Bahnen von der Wand zu lösen. Beim Entfernen von Vliestapeten entfällt dieser Schritt angenehmerweise. Stellt man in der zum Vorschein kommenden Wand Unebenheiten fest, müssen diese ausgeglichen werden – sei es mit Spachtelmasse, sei es mit Schleifpapier. Eventuell empfiehlt sich der Auftrag einer Grundierung, die dafür sorgt, dass der Kleister besser haftet. Sollte man spät mit der Arbeit begonnen haben und es schon langsam dunkel werden, macht man besser am nächsten Tag weiter – denn zum Tapezieren ist Tageslicht ideal. Ebenfalls günstig ist eine konstante Raumtemperatur von 20 Grad Celsius – Temperaturschwankungen und Zugluft sind zu vermeiden.

Eine praktische Einrichtung von Tapeziertisch und -werkzeugen sorgt dafür, dass jederzeit alles gut zu erreichen ist. Und endlich kann es losgehen: Die Tapete wird abgemessen, auf dem Tisch ausgerollt, fixiert und genau abgeschnitten. Anschließend wird sie großzügig eingekleistert und zum Weichen in der Mitte zusammengelegt. Ist die Weichzeit beendet, wird die Tapetenbahn von oben auf die Wand aufgebracht – die Bürste leistet dabei gute Dienste. Wenn man von oben nach unten und von der Mitte nach außen bürstet, verteilt man den Kleister optimal. Oben dürfen zwei bis drei Zentimeter überstehen, die anschließend abgeschnitten werden.

Ein weiterer Vorteil von Vliestapeten ist, dass diese nicht einweichen müssen. Zudem können Vliestapeten auch per Wandklebetechnik angebracht werden. Hierbei wird die Wand eingekleistert und die trockene Bahn der Vliestapete in das Kleisterbett angedrückt.

Ein Lot hilft, die erste Bahn gerade aufzubringen. Die nächste Bahn wird an der Kante der ersten ausgerichtet. Ein spezieller Kantenroller sorgt für nahtlose Übergänge. Übrigens gilt als Faustregel: Immer in der hellsten Ecke des Raumes beginnen!

 

Problemzonen – Heizkörper, Luftblasen und Co

Glatte Wände zu tapezieren, ist für die meisten Hobby-Handwerker eher unproblematisch. Kompliziert wird es, wenn Heizkörper, Deckenschrägen und ähnliche Hindernisse die Arbeit erschweren.

Steckdosen sind das geringste Problem. Sie werden abmontiert und einfach übertapeziert und anschließend ausgeschnitten. (Die Sicherung sollte natürlich unbedingt raus sein.) Um Heizkörper herum sollte man so nah wie möglich an sie heran tapezieren und den Bereich dahinter entweder streichen oder aber versuchen, die Tapete in schmalen Streifen hindurchzuziehen und anzubringen.

Das Tapezieren der Decke, mit dem man grundsätzlich beginnen sollte, ist nur dann schwer, wenn man es alleine versucht. Mit einer Hilfsperson, die die Tapetenbahn hoch hält, gelingt es genauso leicht wie das Tapezieren einer Wand. Doch was, wenn die gefürchteten Blasen unter der frisch tapezierten Tapete auftauchen? Zunächst ist das kein Problem – die Blasenbildung ist normal und verschwindet, sobald die Tapete trocken ist. Bleiben die Blasen bestehen, liegt das entweder an zu viel Kleister, der durch punktuelles Perforieren der Tapete mittels einer feinen Nadel entfernt werden muss. Auch zu wenig Kleister kann der Übeltäter sein. Dann spritzt man mit einer Einwegspritze etwas Kleister ein und drückt die Blase an.

 

With a little help from my friends

Wie so vieles im Leben macht auch das Tapezieren gemeinsam mehr Spaß – und geht vor allem leichter! Klar kann man – insbesondere, wenn man sich für einfach zu verarbeitende Vliestapete entscheidet – auch alleine tapezieren. Doch wenn man gemeinsam seine Bahnen zieht, dann kann das Ganze echt Spaß machen. Auch ein bisschen Musik und ein kühles Bier nach getaner Arbeit haben noch keinem Heimwerker geschadet. Wie wäre es also, ein paar hilfsbereite Freunde zum Spachteln einzuladen? Und zwar im doppelten Sinne: Erst werden gemeinsam die Wände in ein neues Kleid gehüllt, und anschließend gibt es zur Belohnung ein leckeres Essen oder gleich eine After-Kleister-Party!

Alle Videos zum Thema „Tapezieren“ finden Sie hier.

 

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